Wie finden Sie die richtige Hundeschule?



In Zeiten, in denen man nicht mehr benötigt, als eine Gewerbeanmeldung für 20 € auszufüllen um sich Hundetrainer, Hundepsychologe, Verhaltensberater für Hunde oder wie auch immer zu nennen, ist das eine berechtigte Frage.

 



Nachfolgend einige Punkte, die Ihnen vielleicht weiterhelfen:

 

Nach welcher „Methode“ arbeitet die Hundeschule?

Ist man auf ein Erziehungskonzept festgelegt, wird der Hund ganz individuell betrachtet, werden Ihre Fähigkeiten oder Defizite berücksichtigt? Arbeitet man ausschließlich positiv oder ausschließlich negativ oder setzt man auf einen gesunden Mix aus sehr viel positiver Bestärkung und situationsbedingter Reglementierung.


Wie sieht die Qualifikation des Trainers aus?

Wenn jemand damit wirbt, fortschrittlich und auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu arbeiten, fragen Sie wann und wo welche Fortbildungen besucht worden sind. Es müssen nicht immer „prominente“ Trainer sein, es ist von Vorteil sich breit gefächert weiterzubilden und auch mal unterschiedlichste Seminarleiter zu hören.

Manchmal werben Trainer auch damit, von irgendwem lizenziert zu sein. Als interessierter Hundehalter sollte man dann auch mal die lizenzgebenden Stellen googeln, manchmal existieren diese bereits seit Jahren nicht mehr, oder stehen in dem Ruf, Menschen an einem Wochenende zum Problemhundeberater zu lizenzieren.

 

Wird über andere Trainer geschimpft oder eine andere Methode ins Lächerliche gezogen?

Nun, in meinen Augen überzeugt Qualität; wer es nötig hat, andere Trainer zu zerreißen und mit deren angeblicher Lächerlichkeit für sich selbst zu werben, der hat sich in meinen Augen selbst disqualifiziert.

 

Wird von der Hundeschule eine „externe Ausbildung“ angeboten?

Man kann dort seinen Hund für eine bestimmte Zeit zur Ausbildung hingeben und bekommt einen Hund zurück, der „funktioniert“? Von solchen Hundeschulen würde ich persönlich die Finger lassen, Ziel ist es nicht, dem Hund Kommandos beizubringen, sondern Ihnen als Hundehalter eine sichere Basis zu verschaffen. SIE müssen wissen, wie Sie Ihrem Hund etwas beibringen können. Das lernt man am Besten zusammen mit dem Hund, im Team. Und das kann – wenn man einen guten Trainer hat- auch richtig Spaß machen.

 

Hat ein Hundetrainer gut erzogene Hunde?

Ich kenne tolle Trainer, die sich immer ein bis zwei Problemhunde ans Bein binden, die sonst keiner haben wollte. Mit einem fein geprägten Welpen von einem guten Züchter würden sie auch eine bessere Figur abgeben... aber sie haben das genommen, was „übrig“ war in der Gesellschaft.


Und das Wichtigste: Machen Sie sich ein persönliches Bild!

Suchen Sie das Gespräch mit dem Trainer, machen Sie von eventuellen Schnupperangeboten Gebrauch und vertrauen Sie bitte Ihrem Bauchgefühl. Wenn man Ihnen zu Dingen rät, die Sie nicht bejahen können, dann vertrauen Sie bitte auch auf Ihr Gefühl. Ein guter Trainer, kann Ihnen mehr als eine Lösung nennen und erklärt Ihnen genau WARUM Sie etwas tun oder unterlassen sollen. Denn nur wenn das geplante Training für den Hundebesitzer schlüssig und logisch ist und er Sinn und Zweck der einzelnen Schritte verstanden hat, wird er auch selbst weiter üben. Und nur so, hat man Erfolg... einmal die Woche die Stunde besuchen und sonst das Training schleifen lassen, da ist es egal welchen Trainer sie besuchen, da besteht keine Chance.